Meine Rede zur Pestizid-Problematik in der Landwirtschaft


Uns muss daran gelegen sein, den Einsatz von Pestiziden zu verringern. Am einfachsten gelingt dies mit der Förderung des ökologischen Landbaus, bei dem nur unter ganz bestimmten Bedingungen Pestizide eingesetzt werden dürfen. Denn: Die heutige konventionelle  Landwirtschaft ist ein Problem für die Natur. Der Indikator für Artenvielfalt und Landschaftsqualität hat sich gerade im Agrarland deutlich verschlechtert. Er ist auf den bisher tiefsten Wert abgesunken und ist weiter vom Zielwert entfernt als alle anderen Teilindikatoren.

Die Landwirtschaft erhält in großem Umfang Agrar-Subventionen aus Steuermitteln. Die daran geknüpften Umweltanforderungen sind wenig anspruchsvoll und können am negativen Trend nichts ändern. Ich unterstütze die Umweltministerin Barbara Hendricks daher ausdrücklich, die mit ihrer Naturschutzoffensive eine Umgestaltung dieser Landwirtschaftssubventionen fordert. Es muss das Prinzip gelten: „Öffentliche Mittel für öffentliche Leistungen“.  Ich bin sehr dafür unsere Landwirte weiterhin kräftig zu unterstützen. Ich bin aber auch dafür, dass wir unsere Unterstützung an Leistungen für den Naturschutz knüpfen. Ich bin dagegen, dass Geld auch dann fließt, wenn solche Leistungen nicht erbracht werden. 

Das wird nicht von heute auf morgen gehen, gleichwohl müssen wir uns auf den Weg machen.