Dreyer und Kretschmann gewinnen, der rechte Rand erstarkt

Zu den Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt

Malu Dreyer in Rheinland-Pfalz und Wilfried Kretschmann in Baden-Württemberg haben gezeigt, dass erfolgreiche Politik für das Land, starke Persönlichkeiten und ein klarer Kurs in der Flüchtlingsfrage vom Wähler honoriert werden. Das unwürdige Lavieren der CDU-Spitzenleute zwischen der Position der Kanzlerin und einem Kuschelkurs mit AfD-Sympathisanten wurde vom Wähler klar abgestraft. 
Frau Klöckner hatte in ihrem Wahlkampf mehrere Male Horst Seehofer als Unterstützer eingeladen und hat die verdiente Quittung dafür bekommen. Gleichzeitig wählten viele Bürgerinnen und Bürger die AfD – teils aus Fremdenfeindlichkeit, teils aus Protest und Verunsicherung.

Diese Wähler müssen wir wieder für eine Politik der sozialen und demokratischen Mitte gewinnen. Wenn die AfD nach aller Aufgeregtheit des Wahlkampfes in der täglichen Arbeit in den Parlamenten ankommt, wird sich zeigen, wofür sie inhaltlich steht: Sie will den Mindestlohn kippen, wieder in die Atomenergie einsteigen, die Gleichstellung zurückdrehen und Alleinerziehenden Hilfe versagen. Die AfD stellt keine Alternative für die kleinen Leute dar. 

Die SPD wird die AfD entlarven. Und sie wird durch seriöse Arbeit an den Lösungen für die Herausforderungen der Flüchtlingsfragen überzeugen. Wir vertreten die hart arbeitende Mitte der Gesellschaft. In Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt haben wir dieses Mal diese Menschen nicht erreicht, aber Malu Dreyer hat bewiesen, dass die SPD mit Geschlossenheit, guter Politik und einem geraden Kurs Wahlen gewinnt.